Sedcardbilder
(siehe auch Sedcard)
Sedcardbilder sind aussagekräftige, professionelle Porträt- und Ganzkörperaufnahmen, mit denen sich Hostessen, Hosts und Models präsentieren. Zusammen mit den wichtigsten Eckdaten – etwa Größe, Konfektion und Sprachkenntnissen – bilden sie die sogenannte Sedcard (auch Setcard oder Composite genannt): die digitale bzw. gedruckte Visitenkarte des Eventpersonals. Ihr Zweck ist einfach: Sie sollen Auftraggeber und Agenturen überzeugen, genau diese Person für eine Messe, ein Event oder eine Promotion-Aktion zu buchen.
Woher der Name stammt, ist nicht eindeutig belegt. Häufig wird er auf Sebastian Sed zurückgeführt, einen international tätigen Agenturchef, der in den 1960er-Jahren eine einheitliche Karte zur schnelleren Auswahl von Models etabliert haben soll. Eine zweite, ebenfalls verbreitete Deutung leitet den Begriff vom englischen „to seduce“ (verführen, verleiten) ab – schließlich soll die Karte den Kunden dazu „verlocken“, die abgebildete Person zu buchen.
Über die auf der Sedcard genannte Agentur lässt sich das Personal anfragen und verbindlich buchen. Gerade als Messehostess oder Host entscheidet die Qualität dieser Bilder oft darüber, ob es zur Buchung kommt.
Anleitung für gute Sedcard-Bilder
Als Hostess oder Host ist deine Sedcard deine wichtigste Selbstpräsentation. Sie zeigt dich in verschiedenen Aufnahmesituationen und Stylings und ist für Auftraggeber häufig das entscheidende Kriterium bei der Auswahl. Gute Bilder erhöhen deine Chance auf spannende Einsätze deutlich. Hier die wichtigsten Aufnahmearten – und worauf es dabei ankommt.
Porträt- bzw. Profilbild
Das Porträt zeigt dein Gesicht bis etwa zum Schulteransatz. Schau freundlich und offen in die Kamera – dieses Bild nutzt du in der Regel als Profilbild. Gutes Licht und ein ruhiger Hintergrund lassen dich sofort professionell wirken.



Amerikanisches Porträt
Beim amerikanischen Porträt reicht der Bildausschnitt vom Kopf bis etwa zu den Oberschenkeln. So sind Gesicht, Ausstrahlung und ein Teil der Statur gleichzeitig zu erkennen – ein sehr gängiges Format für Sedcards.



Ganzkörperbild
Das Ganzkörperbild zeigt dich von Kopf bis Fuß. Trage möglichst eng anliegende, schlichte Kleidung, damit deine Figur und Haltung gut erkennbar sind. Für Event- und Messeeinsätze zählt ein gepflegtes, businesstaugliches Erscheinungsbild.



Weitere Aufnahmen
Ergänzend lohnen sich Bilder, die dich in unterschiedlichen Posings, Outfits und Situationen zeigen – gern auch in einem typischen Einsatz-Look. Feste Vorgaben gibt es hier nicht. Wichtig ist nur: keine Selfies, denn die wirken schnell unprofessionell.



Checkliste für gute Sedcard-Bilder
- Aussagekräftiges Porträt: ein professionelles Bild, das du als Profilfoto nutzt.
- Aktuelle Aufnahmen/Polaroids: einfache, ungeschminkte Bilder vor einer hellen Wand reichen ergänzend aus.
- als Eventpersonal repräsentierst du Marken – der erste Eindruck zählt.
- Urheberrecht beachten: Nutze Fotos nur mit Erlaubnis des Fotografen.
- Keine Selfies: wirken unprofessionell und sind meist von schlechter Qualität.
- Nur eine Person im Bild: keine Partyfotos oder Gruppenbilder – du solltest allein abgebildet sein.
- Aktualität: bei deutlichen Veränderungen deines Erscheinungsbilds die Bilder umgehend aktualisieren.
- Zurückhaltung bei Freizügigkeit: zu freizügige Aufnahmen wirken unseriös und passen nicht zum Event-Business.
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